Vita

Foto: Ben Glauss Photography

Dem Cicerone Ensemble reicht es nicht, Musik lediglich zu “spielen”. Historische Musik zu hören ist gerade mal ein Teil der Erfahrung, welche die drei jungen Musiker zu bieten suchen. Das Ziel ist stattdessen Musik darzustellen und zum Leben zu bringen, wie ein Fremdenführer ein altes Gemälde oder Gebäude präsentieren würde, daher der Name “Cicerone” (Italienisch Cicerone = Fremdenführer). Den größten Genuss erfährt man dann, wenn die Musik nicht nur zu Herzen geht, sondern wenn man das Gehörte auch nachvollzieht. Als sich diese Erkenntnis bei den drei Musikern während ihres Studiums an der Folkwang Universität breit machte, gelangten sie sehr schnell zu dem Entschluss ein Ensemble zu gründen, dessen Ziel es ist genau diese Idee zu verfolgen.

Aus diesem Grund moderiert das Cicerone Ensemble seine Konzerte prinzipiell. Mit historischen Hintergründen und Informationen zu historischer Aufführungspraxis, den Instrumenten und Spieltechniken, geben sie dem Publikum einen Rahmen, in den die Musik eingeordnet werden kann, was dem Zuhörer einen neuen Zugang zur Barockmusik bietet. Die Moderation gestaltet das Programm zusätzlich abwechslungsreicher und eingänglicher, und stößt somit sowohl beim Publikum als auch bei Kritikern regelmäßig auf großen Zuspruch. Auf diese Art wecken die drei Musiker nicht nur das Interesse an Historischer Aufführungspraxis – es ermöglicht ihnen auch eine Musizierweise, die frei von überholten Hörgewohnheiten ist, und somit eine größere Nähe zum historischen Klang ermöglicht.

Mit den Mitgliedern des Cicerone Ensembles (Thomas Wormitt – Traverso, Adrian Cygan – Cello, Andreas Gilger – Cembalo) treffen hier die individuellen Erfahrungen zusammen, die mit namenhaften Ensembles wie Das Neue Orchester, dem Balthasar-Neumann- Ensemble und der Kölner Akademie auf internationalen Bühnen und CD-Aufnahmen gesammelt wurden. Zudem hat sich das Cicerone Ensemble dem steten Respekt und der Treue gegenüber historischer Quellen verschrieben, weshalb zwei der drei Musiker Lehraufträge an der HfMT Köln bzw. der Universität Mozarteum Salzburg innehalten. Die Kombination musikwissenschaftlicher Erkenntnisse und leidenschaftlicher künstlerischer Arbeit führen zur vollkommenen Balance der unterschiedlichsten Affekte, welche die Musik der Barockzeit so einzigartig machen.

Das Cicerone Ensemble nahm 2014 an der Akademie der Düsseldorfer Hofmusik teil und erreichte das Semifinale des Int. Van Wassenaer Concours Utrecht. 2015 wurde das Ensemble beim renommierten Deutschen Musikwettbewerb mit dem Stipendium des DMW ausgezeichnet und wird für die Spielzeit 2016/17 in die Bundesauswahl Konzerte junger Künstler des deutschen Musikrat aufgenommen. Im Juni 2015 erspielte sich das Ensemble den Förderpreis der Köhler-Osbahr-Stiftung. Im Zuge seiner deutschlandweiten Erfolge ist das Ensemble zunehmend auch im Rundfunk zu vernehmen. Konzerte und Portraits wurden z.B. vom WDR, BR und Deutschlandfunk ausgestrahlt.